Basel'13 – Road to Rio

 


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Vom 19. bis 21. April fand in Basel in der Pfarrei St. Clara der Deutschschweizer Weltjugendtag mit über 600 TeilnehnerInnen statt.

Endlich war es soweit: Hunderte Jugendliche fieberten auf dieses Wochenende hin, setzten ihre Kreativität ein und halfen bei den Vorbereitungen. Die Rede ist vom Deutschschweizer Weltjugendtag, der dieses Jahr vom 19. bis 21. April in Basel stattfand. - Ein Stimmungsbericht.

Der Weltjugendtag ist ein katholisches Treffen, welches 1986 von Papst Johannes Paul II. ins Leben gerufen worden ist und alle zwei bis drei Jahre in einem anderen Gastgeberland stattfindet. Zu diesem Anlass treffen sich jeweils mehrere hunderttausend Jugendliche aus der ganzen Welt, um gemeinsam den Glauben zu feiern und Gleichgesinnte kennenzulernen.

In den Zwischenjahren wird der Weltjugendtag in kleinerem Rahmen regional abgehalten, so auch seit 2003 in der Deutschschweiz. Jugendliche aus der ganzen Schweiz treffen sich dabei ein Wochenende lang, um sich auf den internationalen Weltjugendtag einzustimmen.

Junge Leute aus der ganzen Schweiz in Basel

Am Freitagabend zeigte sich in Basel ein verändertes Stadtbild: Zahlreiche Jugendliche mit unterschiedlichen Dialekten und viel Gepäck begaben sich in Grüppchen auf den Weg zur Kirche St.Joseph. Nach dem gemeinschaftlichen Abendessen im Pfarreiheim wurde der Weltjugendtag in der Kirche offiziell eröffnet. Klatschend und stampfend präsentierten die beiden Jung-Moderatoren Medea und Frédéric einen selbstgeschriebenen Rap-Song, welcher das Publikum sogleich mitriss und mit einstimmen liess.

Bei solch freudiger und erwartungsvoller Atmosphäre begrüsste Jugendbischof Marian Eleganti die Jugendlichen und hiess sie in Basel herzlich willkommen. Die rund 350 am Freitag angereisten Jugendlichen wurden anschliessend in den Gastfamilien untergebracht, die sich zuvor dafür anmelden mussten.

Gefragte Workshops

Der nächste Tag wurde wieder gemeinschaftlich eingeläutet: Das Morgenlob enthielt Impulse der Gemeinschaft Chemin Neuf und erfreute sich wie die anschliessende Messe zahlreicher Besucher. Am Nachmittag hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, an unterschiedlichen Workshops teilzunehmen. Von Kayak-fahren, Ikonenmalerei und Kontemplation über Lach-Atelier und Austauschrunden zum Weltjugendtag war für jeden Geschmack etwas dabei.

Laut Stefanie Ackermann, welche die Workshops organisierte hatte, erfreute sich der Kurs "Entscheiden, dranbleiben!" mit Jesuitenpater Andreas Schalbetter grösster Beliebtheit. Die Jugendlichen waren stets aktiv dabei und wollten die Workshop-Leiter selbst nach Ende des Kurses nicht gehen lassen. Im Kulturzentrum Union wurde am Abend zu den Klängen von DJ FreeG und Trainwood getanzt und bis spät in die Nacht gefeiert.

Begegnungen und Fragen

Am Sonntag war die Aufbruchsstimmung bereits deutlich zu spüren, oftmals sah man schon am Morgen Jugendliche, die sich umarmten und verabschiedeten. Nach dem gemeinsamen Pfarreigottesdienst mit anschliessendem Mittagessen hatten die Jugendlichen am Nachmittag noch einmal die Chance, mit den beiden Bischöfen Marian Eleganti und Felix Gmür ins Gespräch zu kommen.

Während sich Jugendbischof Marian Eleganti im Kulturzentrum Union den Fragen der Jugendlichen stellte, eröffnete Felix Gmür die Fragerunde in der Kirche St. Joseph. Auf die Eingangsfrage, was das diesjährige Weltjugendtags-Motto "Geht hin und macht zu Jüngern alle Völker" im wahren Leben heisst, antwortete er souverän, dass man sich nicht einkapseln und einsperren darf. Mehr noch, man muss die Türen öffnen - so, wie es die Kirche tut, und zeigen, wie schön es ist, den Glauben zu leben.

Die weiteren Fragen an Felix Gmür zeigten das breite Interesse der Jugendlichen: Die Präsentation der Kirche in den neuen Medien wie Facebook, Twitter & Co., wie man mit wichtigen Entscheidungen im Leben umgehen soll, und welche Veränderungen durch den Papst zu erwarten sind, sind nur ein kleiner Ausschnitt davon. Zwischendurch gab es auch sehr lustige Momente, als der Bischof nach seiner Telefonnummer gefragt wurde, nachdem er zuvor erzählt hatte, dass er sehr gerne telefoniert.

Vom Glück der Gemeinschaft

So wie der Weltjugendtag gemeinsam begonnen wurde, so wurde er auch gemeinsam mit dem Schlusslob ausgeläutet. Ein letztes Mal wurde zusammen gesungen und gebetet – in die freudigen Gesichter der Jugendlichen mischte sich diesmal neben der Freude auch ein bisschen Wehmut.

Begeistert vom Weltjugendtag waren schlichtweg alle Teilnehmer: Wohin man auch blickte, sah man erfreute und zufriedene Gesichter. Einstimmig lobten die Jugendlichen diesen Anlass, an dem man so viele neue Menschen kennenlernen durfte und den Glauben mit viel Liebe und Leidenschaft gemeinsam zelebrieren konnte. Was bleibt, ist die tiefe Befriedigung und die Vorfreude auf das nächste Treffen, welches bald kommen wird.

Stefanie Ackermann beschrieb den Weltjugendtag perfekt mit einem Ausschnitt eines Liedes: "Weltjugendtag in Basel – Simmer super guet druff, s git kei gschwafel".

Quelle: KIPA


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Fotos

Fotos vom Treffen kann man hier anschauen.


     

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