XX. Weltjugendtag Köln 2005

Wir sind gekommen, um IHN anzubeten (Mt 2,2)

 

 
 
 

Beschreibung der Programmpunkte

Jugendfestival

Mit dem Weltjugendtag in Paris 1997 fing es an: Das Jugendfestival bekam seinen festen Platz als Bestandteil aller künftigen Weltjugendtage. Künstlerisch und gleichzeitig spirituell-religiös ist es gratis und offen für alle. Sei dabei und mach mit – als Zuschauer oder auch als Mitwirkender. Ob Workshop, Diskussionsbeitrag, Tanz oder Theater. Mehr darüber erfährst Du unten.

WJT spirituell

Überall im Grossaum Köln, wo Jugendliche während des WJT untergebracht sind, wird es spirituelle Angebote geben. Jugendgruppen, Verbände und christliche Gemeinschaften haben sich intensiv mit dem WJT-Motto "Wir sind gekommen, um IHN anzubeten" (Mt 2,2) beschäftigt. Kreative Köpfe treffen sich regelmässig und entwickeln schon jetzt Ideen. Das gemeinsame Ziel ist es, das Motto für alle greifbarer zu machen – durch Meditation, Gebet, Gesprächskreis und vieles mehr. In zahlreichen Kirchen wird es während des Weltjugendtags entsprechende Angebote geben.

WJT kulturell

Leise und laute Brücken zwischen Menschen und Kontinenten bauen, Sprachen und Grenzen überwinden, das Gastland Deutschland mit seiner kulturellen Vielfalt darstellen, etc. Das Kulturprogramm des Weltjugendtags 2005 hat sich viel vorgenommen. Es will zeigen, dass Brücken zwischen den jungen Gästen aus aller Welt und uns, den Gastgebern in Deutschland, auf vielfältige Weise geschlagen werden können.

Beim Kulturprogramm stehen Land und Leute mit ihrer regionalen Kultur im Mittelpunkt. Jeder soll die Möglichkeit erhalten, über Musik, Performances und Kunst ein Stück Deutschland kennen zu lernen, um so spirituell und sinnlich zu erfahren, wie hier ein Fest des Glaubens gefeiert wird. International bekannte Künstler, aber auch viele kleine Gruppen und weniger bekannte Grössen treten in Köln, Bonn, Düsseldorf und der Region auf. Sie werden sich und ihre Heimat mit Musik, Gesang, Theater präsentieren und auf diese Weise das Gastgeberland mit der Welt verbinden.

So macht das Welcome!-Festival, direkt im Anschluss an die Eröffnungsfeier des WJT, Lust auf die Region. Prominente Künstler aus Köln und Umgebung treten gemeinsam mit internationalen Freunden auf. Doch auch die ein oder andere weniger bekannte Band wird dabei sein und sich erstmals vor einem Riesenpublikum von Hunderttausenden präsentieren.

Nach der Willkommensfeier für den Papst setzt das internationale Festival unter dem Slogan "Bridging the World" besondere Akzente. Künstler aus aller Welt bringen mit Musik, Tanz und ungewöhnlichen Performances zum Ausdruck, dass es beim Weltjugendtag auch darum geht, verschiedene Kulturen zu entdecken. Und nicht nur das: Der WJT will ein Zeichen für die Eine Welt setzen. Das Internationale Festival wird gemeinsam mit den internationalen Hilfswerken Misereor, missio Aachen und München, Renovabis, Adveniat, dem Deutschen Verein vom Heiligen Lande, dem Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und dem Bundesverband des BDKJ vorbereitet und durchgeführt.

Darüber hinaus werden die Vielfalt und Fülle des Jugendkulturfestivals auf grossen Bühnen und in kleinen Sälen, auf riesigen Plätzen und an versteckten Orten erlebbar sein. Ob überwältigendes Gemeinschaftserlebnis oder individueller Kunstgenuss, für jeden ist etwas dabei. Namhafte Künstler gestalten Live-Aktionen und mediale Events, daneben sind auch jede Menge Mitmach-Aktionen geplant. Gespannt sein dürft Ihr vor allem auf die unterschiedlichen Beiträge aus Euren eigenen Reihen, die Ihr und die Gruppen aus Eurer Heimat mitbringt.

Weitere Ideen

In den Schwerpunktstädten des Weltjugendtags, also in Köln, Düsseldorf und Bonn, ist ein Musik-Picknick geplant. Auf den Wiesen am Rhein, in Stadtparks oder auf anderen grünen Stadt-Oasen soll ein Picknick-Konzert inszeniert werden. Bei Kaffee und Kuchen ein klassisches Quartett spielen hören oder aber eine junge Rockband – das ist die Idee. Ein entsprechend vielfältiges Musikprogramm gehört dazu.

"Ich stelle Dir meine Stadt vor" ist die Motivation derjenigen, die als WYD-Guides bei der Idee "Culture in the City" (CiC) mitmachen. Über 200 junge und ältere Stadtkundige werden in den Schwerpunktstädten dazu einladen, "ihre" Stadt besser kennen zu lernen. Sie weisen auf kulturelle und historische Sehenswürdigkeiten hin und kennen sicher einige Geheimtipps. Die CiCs sollen an den zentralen WJT-Info-Points in Köln, Düsseldorf und Bonn stehen und dort allen WJT-Teilnehmern ihren Service anbieten.

Bilder und Filme sagen oft mehr als tausend Worte. Das kennt jeder. Ausserdem greifen Kinofilme häufig Themen auf, die uns alle angehen. Zum Beispiel Gerechtigkeit, Frieden, kulturelle Vielfalt, Bewahrung der Schöpfung, Glauben oder Ökumene. Deshalb gibt es die Idee, in allen drei Schwerpunktstätten an einem Abend der WJT-Woche Open-Air-Kino anzubieten.

Nach Lust und Laune Sport treiben und sich so während des WJT fit halten. Auch das soll in allen drei Schwerpunktstädten möglich werden. Nicht zuletzt war selbst Johannes Paul der II. in seiner Jugend und auch in seinen Anfangsjahren als Papst ein aktiver Sportler.

Information und Diskussion

Wie zeigt sich christlicher Glauben im Alltag? Welche Themen bewegen euch? Christ sein heisst auch, sich in Gesellschaft und Politik zu engagieren. Während des WJT laden zahlreiche interaktive Diskussionsrunden dazu ein, persönliche Gedanken einzubringen. Daneben gibt es natürlich auch die Möglichkeit, sich über die unterschiedlichsten gesellschaftlich relevanten Themen näher zu informieren. Denkbar sind Workshops, Aktionen, Filmvorführungen, Dia- und Quiz-Shows und vieles mehr. Es kommt dabei ganz auf eure Ideen und Vorschläge an.

Begegnungszentren

Ihr wolltet schon immer genauer wissen, wie die Schwestern und Patres bestimmter Ordensgemeinschaften leben und welche Aufgaben die unterschiedlichen christlichen Verbände und Bewegungen haben? Während des Weltjugendtags, von Dienstag bis Freitag, laden zahlreiche Orden, Verbände, Bewegungen und andere christliche Gemeinschaften in Begegnungszentren ein, die sie selbst organisieren. Dort wird es unter anderem Cafés, Präsentationen und jede Menge gesprächsbereite Menschen geben, die gern von ihrer Arbeit im Verband oder dem Leben in einer Gemeinschaft erzählen. Begegnungszentren sowie Treffen internationaler christlicher Gemeinschaften und Organisationen sind in Bonn, Düsseldorf und Köln geplant. Alle Angebote finden während der "freien" Zeiten des WJT statt.

 
Katechese

Den Glauben kann ich mir nicht selber zusammenstellen. Dieser wurde mir überliefert. Die Apostel sind die ersten Zeugen Christi. So steht mein Glaube auf dem Fundament der Apostel. Von diesem Fundament kann ich nicht abrücken, sonst steht mein Glaube im leeren Raum.

Katechese (oder ein anderes Wort: Glaubensunterricht) will die Kenntnis dieses Fundamentes in mir vertiefen. Was, wie glaube ich?

Beim WJT werden uns die Bischöfe, die Nachfolger der Apostel, Katechesen halten. Sie werden versuchen das Fundament des Glaubens eines jeden zu stärken.

Wenn du brennende Glaubensfragen hast, stell sie dem Bischof! Er wird für solche Fragen da sein.

 
Vigil

Vigil meint das Wachen in der Nacht. Betend und singend erwarten wir Christus, den Bräutigam der Kirche. Die aufgehende Sonne am Morgen ist ein Sinnbild für sein Erscheinen. Er bringt Neues Leben, sein göttliches Leben.

Die Nacht all dieser Nächte ist die Osternacht. Die Vigilien, die die Mönche jede Nacht (oder früh morgens) halten, wie auch die Vigilfeier auf dem Kölner Gelände Marienfeld ist ein Widerschein der Osternacht. Das Wachen ist ein Ausdruck der Sehnsucht nach dem Auferstandenen.

"Ich ersehene IHN, so wie ER mich ersehnt!"

 
Eucharistie

Eucharistie ist ein anderes Wort für "Hl. Messe". Im Geschehen der Hl. Messe werden wir hineingenommen in das, was Christus für uns getan hat. Wir nehmen teil an der Hingabe Christi an seinen Vater durch sein Leben uns Sterben. Wir werden eins mit Christus und seiner Kirche, seinem Leib.

Die Hl. Messe ist also nicht eine Feier, die wir machen, sondern ein Geschehen, in das wir hineingenommen werden. Durch die Gemeinschaft mit Christus geschieht Heil an mir und der ganzen Kirche.

Zur Eucharistie gehören die Verkündigung des Wortes Gottes, die Danksagung an Gott Vater, die Wandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Christi und der Empfang dieser göttlichen Gabe in der Kommunion.

"Er schenkt uns SEINEN Leib, damit wir SEIN Leib werden."

 
Beichte

Ein Formel-1-Rennauto braucht Boxenstopps, um bis ans Ende durchhalten zu können. Die Beichte ist wie ein Reifenwechsel oder ein Ölwechsel. Ohne sich vielleicht grosser Schuld bewusst zu sein, hinterlasse ich in meinen Beziehungen zu Gott, zu den Mitmenschen oder zu mir selbst, nicht nur gute Spuren. Das Reifenprofil, der Ansporn im Glauben, nimmt ab. Das ÖL, der liebende Umgang mit sich und anderen, verliert an Geschmeidigkeit. Die meisten Verletzungen und Fehler kann ich nicht wieder gut machen oder heilen. Ich muss diese heilen lassen.

Wer seine Sünden dem Priester anstelle Christi bekennt und bereut, dem werden sie durch die Lossprechung der Kirche von Gott vergeben. Ein solcher Boxenstopp ist ein heilsames, befreiendes Geschenk und eine Kraftquelle des Glaubens auf der Rennbahn des Lebens.

"ER heilt mich und ich lasse mich heilen."

 
Anbetung

"ER schaut mich an und Ich schaue IHN an."

In der Anbetung muss ich gar nichts machen. Ich darf mich in SEINER Gegenwart wissen. Dankbar anerkenne ich, dass ER mich liebt.

"ER schenkt sich mir und ich schenke mich IHM."

Was ich bin und habe, was ich fühle und denke lege ich in der Begegnung mit IHM zu SEINEN Füssen.

"ER ist da und ich bin da!"

Ich muss mich nicht verstellen oder künstlich etwas tun. Ich darf mich einfach in SEINE Arme werfen.

 
Kreuzweg

Der Kreuzweg ist eine Gebetsform, bei der der Betende ein Weg mit 14 Stationen abschreitet. Die Stationen vom Palast des Pilatus bis auf den Kreuzigungsberg und bis zum Grab kennzeichnen den Weg Christi, der durch seine Hingabe bis ans Kreuz die Welt erlöst hat.

Auf diesem Weg vereine ich mich als Beter mit Christus. Ich lasse mich in diese erlösende Hingabe hineinnehmen und schenke mich und die ganze Welt Gott Vater.

"ER verschenkt sich bis zum Letzten, damit ich mit IHM mich bis zum Letzten verschenken kann."

 
 

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