XX. Weltjugendtag Köln 2005

Wir sind gekommen, um IHN anzubeten (Mt 2,2)

 

 
 
 

Zeugnisse von WJT-Teilnehmern


17. Weltjugendtag 2002 in Toronto

Jetzt sind es schon 2 Monate her seit dem Weltjugendtag und ich erinnere mich immer noch gerne daran. Ich habe dort viele neue Freunde kennen gelernt und erfahren, was es heisst, eine Christin zu sein. Und das Schöne daran war, ich konnte es mit anderen Jugendlichen teilen. Ich hoffe, dass auch andere diese Erfahrung teilen konnten, und ich freue mich, viele beim nächsten Weltjugendtag in Köln wieder zu sehen.

A soooo viel jungi lüt z treffa, wo voll ned agressiv gsi sind und für alles offa, han i scho super gfunda. Und dass es bi allna konzert a voll geili stimmig ka hät ohni alkohol und droga hät mi scho fasziniert. Vor allem wenn ma denkt dass es bi üs nia möglich wär!(an allna fäschter hät es Rüüschigi)
i ha di ganz reis a soooo super gfunda, dass i s nöchscht mol seher weder gang und dass i s wältjugendtreffa seher allna witerempfehl.

Der Weltjugendtag in Kanada war eine wirkliche Erfahrung wert. Man lernte viele andere Kulturen und Menschen kennen. Besonders gefiel mir die Woche bei den Gastfamilien. Dort konnten wir die kanadische Kultur besser kennen lernen. Ich empfehle allen diese Erfahrung zu machen. Ich werde Sie auf jeden Fall nicht vergessen!!!

An einem freien Tag war ich mit drei anderen Leuten in der Stadt unterwegs und wir beschlossen, nach Chinatown zu gehen. Dort entdeckten wir ein katholisches Center für Chinesen. Wir gingen zu den Chinesen und wollten Fotos machen. Sie waren gerade am Essen. Sie hörten sofort auf mit essen und machten mit uns Fotos, gaben uns auch Kleinigkeiten und sogar Essen. Wir waren sehr gerührt über diese Geste und hätten uns sicher noch länger unterhalten, doch sie mussten weiter und wir gingen auch unseren Weg. Dieses Erlebnis hat einen sehr tiefen Eindruck bei mir hinterlassen; dass Menschen so freundlich sein können, war für mich ganz neu.

Am Ende der Katechese über die Versöhnung waren wir aufgerufen, ans Mikrophon zu gehen, um Fragen zu stellen oder Zeugnis von sich selber abzugeben. Ich erzählte an dieser Stelle, wie ich die Beichte am Weltjugendtreffen in Paris erlebt hatte. Als ich danach wieder an meinem Platz sass, regte ich mich über meine eigenen Worte auf. Ich fand, dass meine Worte unpassend und überflüssig waren. Dies änderte sich aber nach der Katechese, als plötzlich einige zu mir kamen und mir für die schönen Worte dankten. Einige fragten mich um Rat für ihre Beichte oder erzählten mir von ihrem tiefen Wunsch, einmal zur Beichte zu gehen, sich aber nicht zu trauen. Erst als ich für die hl. Messe zurück in die Kirche ging, merkte ich, was meine einfachen Worte alles bewegt hatten. Von da an konnte ich die Freudentränen nicht mehr halten.


15. Weltjugendtag 2000 in Rom

Es gab so viele unbeschreibliche Eindrücke (ein spontanes Umarmen von Freunden, gemeinsames Klatschen, anderen Menschen den Frieden wünschen…) und bereichernde Worte in den Katechesen, dass bestimmt viele Jugendliche tiefe Wurzeln im Glauben schlagen konnten.

Ich kann wirklich nur sagen: Es war eine wunderschöne, beeindruckende und unvergessliche Woche in Rom, und das würde ich allen sofort weiter empfehlen!

Rom war in dieser Zeit eine riesige "Kraftquelle"; zu sehen wie so viele Jugendliche zu Gott beten, singen und feiern, gibt einem wieder sehr viel neuen Mut und Zuversicht, sich für Christus und seine Kirche einzusetzen.

Wir nehmen auch die Erfahrung mit, in einer Gemeinschaft von Glaubenden unterwegs zu sein und trotzdem nicht zu einer bestimmten Auffassung gezwungen zu werden.

Was wir mitnehmen: Das Erlebnis, durch eine Gemeinschaft im eigenen Glauben gestärkt zu werden. Wir haben die Erfahrung gemacht, nicht allein als Glaubende auf dem Weg zu sein, es sind da noch viele andere, die mit uns zusammen auf dem Weg sind, auch wenn diese Menschen weltweit zerstreut sind. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Gemeinschaft trägt, uns ‚mitzunehmen’ vermag. Aber auch in uns selber ist die Offenheit und Bereitschaft geweckt worden, in dieser Gemeinschaft von glaubenden Menschen unsern Teil beizutragen.

Die Gastfreundlichkeit der Italiener, das Aufgenommensein auch in "fremden" Gruppen, wo man sich nicht kannte, die gegenseitige Hilfsbereitschaft, das gegenseitige Verständnis und Verstehen – über alle Sprachgrenzen hinweg – das hat uns gut getan, hat uns "aufgestellt". Wir fühlten uns glücklich.

Wenn es mühsam wurde – ich denke beispielsweise an das lange Warten bei überfüllten Metros, an die Fussmärsche in der grossen Hitze – da kam es häufig vor, dass jemand einfach zu singen begann. Und immer mehr sangen mit – so motivierten wir uns gegenseitig, vergassen die Mühe. Wir wurden einfach mitgerissen, es war total schön.

Wir spürten eine friedliche Atmosphäre und wir staunen jetzt noch, dass dies in einer solchen Menschenmenge überhaupt möglich ist.


12. Weltjugendtag 1997 in Paris

In Paris habe ich wieder Freude und Energie für den Schulalltag geholt. Die intensive Zeit mit Gleichgesinnten und die vielen tiefen, aber spontanen Gespräche haben meinen Glauben wieder gestärkt und mir neuen Mut geschenkt. Die friedlichen, aber auch fetzigen Tage inmitten vieler verschiedener Nationalitäten, die tollen Stunden in Paris, die grosse Menschenmenge und viele lieb gewonnene Gesichter werde ich bestimmt nicht mehr vergessen.

Ich habe noch nie zuvor etwas Ähnliches erlebt – so viele Leute und eine so ausgelassene Stimmung! Alle Menschen tanzten und sangen miteinander, obwohl wir die Sprachen der anderen nicht verstanden. Ich spürte, dass wir alle zusammengehören. Gott hat uns zusammengeführt. Es war ein unvergessliches Erlebnis!

Die Menschenkette war für mich überwältigend. Der Gedanke, dass der ganze Verkehr auf der Ringstrasse um den Stadtkern von Paris für 90 Sekunden stillgelegt war und zehntausende junger Menschen eine Gedenkminute für den Frieden einlegten, beeindruckte mich tief.

Ganz Paris war voller fröhlicher Menschen. Manchmal schien sogar die Stadt zu lachen, obwohl sie fast hoffnungslos überfüllt war.

Es ist unglaublich! Nicht einmal an der Luzerner Fasnacht sind die Leute so fröhlich und offen wie während dieser Woche in Paris. Eine so grosse Menschenmenge konnte ich mir bis zu diesem Ereignis gar nicht vorstellen. Alle haben versucht, miteinander zu sprechen, auch über Sprachgrenzen hinweg. Es war wirklich ein super Erlebnis!

Mir gefiel in Paris vor allem die Offenheit und die Herzlichkeit der Menschen dort. Ich habe es zuvor noch nie erlebt, dass Fremde (aus aller Welt und jeder Rasse) einfach aufeinander zugehen und miteinander ins Gespräch kommen.

Für mich war das Weltjugendtreffen ein schönes und eindrückliches Erlebnis. Ich fand es sehr interessant, mit so vielen jungen Christen und Christinnen aus der ganzen Welt zusammen zu sein.

 
 

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