26. Weltjugendtag 2011 in Madrid

 


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Die ARGE Weltjugendtag reiste mit 400 jungen Menschen nach Madrid zum Weltjugendtag, zu welchem 1,5 bis 2 Millionen Menschen teilgenommen haben. Insgesamt gab es vier verschiedene Reisemöglichkeiten: Vorreise, Tage in Santander, Haupttreffen und Nachreise, welche man beliebig kombinieren konnte.

Das Treffen stand ganz unter dem Motto: "Verwurzelt und aufgebaut in Christus, fest im Glauben" (Kol 2,7). Gastgeber war Papst Benedikt XVI. und die sehr gastfreundliche katholische Kirche von Spanien.


Hier ein Bericht von drei jungen Teilnehmerinnen, erschienen in der Neuen Nidwaldner Zeitung:

Ennetmoos am Weltjugendtag in Madrid

39,5 Grad im Schatten, (wer geht schon in den Schatten!?) 1,5 Millionen junge Leute, tausende Priester und Bischöfe aus aller Welt, der Papst und wir mitten drin. So war es am letzten Wochenende in Madrid, als der Welt-Jugendtag zu Ende ging. So eine Szenerie ist kaum vorstellbar, wenn man nicht dabei ist. Und doch war es noch nicht einmal das Eindrücklichste, das wir da erlebt haben.

Der Reihe nach: Nach einem gemütlichen Flug landeten wir am Montag, dem 15. August auf dem Flughafen Madrid. Wenn wir daran dachten, dass unsere Schweizer Kollegen mit dem Bus fast einen ganzen Tag lang nach Madrid unterwegs waren, konnten wir uns ein wohliges Gefühl fast nicht verkneifen. Die folgenden Tage würden dann ja noch anstrengend genug werden.

Nach einigen Verwirrungen wussten wir sogar, wo wir unsere Unterkunft hatten. So gut es ging richteten wir uns mit ca. 300 anderen Menschen in einer grossen Turnhalle gemütlich ein. Allerdings stellten wir bald fest, dass es unter freiem Himmel um einiges schöner und vor allem kühler war. Fortan nannten wir eine versteckte Ecke auf der Sportanlage "nuestro alcazar" (unser Schloss).




Schweizer Werbefilm für Madrid...


Was abging berührte Herz und Seele

Die erste Erkundungstour in die Stadt bescherte uns einen Eindruck von dem, was uns die nächsten Tage erwartete. Ein Meer von jungen Leuten mit ihren Landesfahnen, die in Festlaune durch die Strassen zogen, immer ein Lied auf den Lippen und sprühend vor Freude. Und wir bald einmal ein Teil davon. Man konnte sich dieser Stimmung unmöglich entziehen. Was da abging berührte Herz und Seele. Markus Blöse, der Gemeindeleiter von Ennetmoos und unser Oberleiter stellte uns die Aufgabe, möglichst viele solcher Landesfahnen mit uns und den dazugehörigen Menschen vor die Linse zu kriegen. 50 verschiedene war das Ziel. Am Ende hatten wir 68 aufs Bild gebannt. Von Kanada bis Neuseeland, von Tibet bis Südafrika! Unglaublich!



Und dann kam der Papst. Bei der Begrüssungsfeier am Donnerstagabend bekamen wir einen Vorgeschmack dessen, was uns am Wochenende bei der Abschlussmesse erwarten würde. Schulter an Schulter mit hunderttausenden von Menschen. Und sowas von friedlich! Am nächsten Tag haben wir gehört, dass es eine Demo gegeben habe. Davon haben wir nichts mitbekommen. Um uns herum waren Menschen, die einfach Freude hatten, ein Teil von einer so riesigen Gemeinschaft zu sein, eine Gemeinschaft, die einem trotz der riesigen Masse keine Angst oder auch nur ein ungutes Gefühl vermittelte. Nicht die Spur von Aggressivität oder Ungeduld. Jeder half dem anderen, schaute zum Nachbarn, auch wenn es ein Wildfremder war. So schön! Klar blitzen da ab und zu Gedanken auf, wie man reagieren würde, wenn aus irgendeinem Grund in dieser Masse plötzlich eine Panik ausbrechen würde. Aber ein Blick in die Runde beruhigte sofort wieder...





Das war der Flyer für Madrid 2011.

Volle Kirchen

Täglich wurden Katechesen und Messen angeboten, die wir auch teilweise besuchten. Die waren wirklich interessant. Vor allem die Messen haben es uns angetan, weil wir da so schöne Lieder gesungen haben, begleitet von einer Vielzahl von Instrumenten. Und so volle Kirchen haben wir schon lange nicht mehr gesehen...

Und dann kam dann eben das Abschlusswochenende. Vollgepackt mit unserem Gepäck, mit hunderttausenden auf dem Weg nach Cuatro Vientas, einem stillgelegten Flughafen am Stadtrand, überfüllte Metro, singende und feiernde Mitmenschen, fast 40 Grad, erwartungsvolle Gesichter und ein Gewitter am Abend in Aussicht....... Wir ergaben uns diesen zwiespältigen Gefühlen und schritten durch diese Glut in die Höhle des Löwen. Und da, plötzlich regnete es! Es regnete aus allen Fenstern. Gartenschläuche, Kübel, Spritzkannen, alles, womit man Wasser fassen konnte, schütteten die tollen Spanier auf unsere gequälten Häupter. Es war wie Manna vom Himmel! So ein Labsal! Fast wie in Trance bewältigten wir den Rest der Strecke und mussten jetzt nur noch das gewaltige Gewitter an Abend überstehen. Aber das wussten wir ja da noch gar nicht. Zum Glück! Na ja, schlussendlich ist alles gut gegangen. Und nach einer letzten Nacht unter freiem Himmel, mit dem päpstlichen Segen, machten wir uns auf den Heimweg, das Gepäck voll von unglaublichen Eindrücken und Erinnerungen, die uns so schnell nicht mehr loslassen werden.

Carla, Anna und Elisa
(18, 16 und 15 Jahre)


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