Brig

 


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Ein Bericht von der Presseagentur KIPA über das Vorbereitungsweekend in Brig:

Das erste nationale katholische Weltjugendtreffen fand am Wochenende in Brig statt. Es verstand sich als Etappe auf dem Weg nach Madrid zum internationalen Weltjugendtag. In Brig nahmen erstmals an einem Schweizer Weltjugendtag Jugendliche aus allen Sprachregionen teil.

Eine zufällige Begegnung in der Altstadt: eine junge Ordensfrau in hellblauem Kleid und mit weissem Kopftuch. Sie gehört der Gemeinschaft "verbe de vie" im freiburgischen Pensier an. Sie kommt eben von einem Atelier über das Wort Gottes. Es habe sie sehr berührt, dass auch in der Schweiz Jugendliche für dieses Wort offen seien und die Botschaft des Evangeliums in ihrem Leben regelmässig umsetzten.

Im Atelier hätten die Jugendlichen offen über ihre gemeinsame Bibellektüre und ihr persönliches Gebet gesprochen. Schwierigkeiten im täglichen Leben würden auf dem Hintergrund der Glaubenserfahrung angegangen. Es ermutige sie, dass auch "ausserhalb der Klostermauern" der Glaube solcherart präsent sei, erklärt die Ordensfrau und verschwindet in den engen Gassen der Altstadt.

Enorme Leistung

Sie ist eine von 600 Teilnehmerinnen am Jugendtag im Brig. Rund 500 kamen aus der Deutschschweiz, hundert aus der Westschweiz. Und auch aus dem Tessin sind Jugendliche angereist, erklärt Martin Iten vom "ARGE"-Vorbereitungsteam. Das Team hat ernorme Arbeit geleistet. In der Briger Simplonhalle wurde eine Bühne aufgerichtet, auf der während des Treffens verschiedene Musikgruppen Proben ihres Talents geben.

Die Gäissmatt Band aus Zug sorgte bei den liturgischen Programmpunkten für musikalische Begleitung. Am Samstagmittag spielten Sem Vergonha (World Music) und am Samstagabend begeisterten beim Live-Konzert One Way (Worship) und Good Weather Forecast (Ska/Rock).

In der gleichen Halle wurden die mehreren hundert Teilnehmer verköstigt. Die zahlreichen Atelier wurden hingegen dezentral in der Stadt durchgeführt. An diesem Wochenende sah man darum zahlreiche Gruppen von Jugendlichen, die durch die Stadt zogen. Als Mitglieder des Treffens waren sie leicht erkennbar, denn sie trugen an einem Band eine Karte auf der Brust, die sie als Teilnehmer kennzeichnete.




Die Hymne "Toda La Vida Contigo" wurde extra für Brig komponiert...


Das Programm enthielt die Elemente eines internationalen Weltjugendtages: Impulse, Lobpreis, Workshop, Festival, Vigil, Heilige Messe, Bischofsbegegnungen. Der Prediger, Pater Johannes Lechner von der Gemeinschaft St. Johannes in Genf, wie auch der Schweizer Jugendbischof Marian Eleganti begleiteten die jungen Leute durch das ganze Wochenende. Ebenfalls anwesend waren Bischof Norbert Brunner und Weihbischof Martin Gächter.

"Das hat Zukunft"

"Ich bin sehr glücklich über die Erfahrung, die wir hier machen", sagte Jugendbischof Marian Eleganti gegenüber Kipa. Er traf in Brig "600 junge, frische und aufgestellte Menschen aus den drei Schweizer Sprachregionen, die wirklich Gott suchen und ihr Christsein ernst nehmen, Kirche sein wollen". Der Weihbischof lobte die organisatorische Leistung von Freiwilligen, die meisten unter 25 Jahren.

Der Anlass biete einen guten Mix jugendgerechter Animation und tiefer religiöser Momente: gute Musik, biblische Texte, Feiern und Weitergeben des Glaubens, Freundschaft, das Gefühl, dass ein Funke überspringt. Eleganti: "Das hat Zukunft."

Eine dieser Freiwilligen ist Schwester Cécile von der Gemeinschaft der Seligpreisungen in Venthône im Wallis. Das Treffen beschreibt die Schwester als reich und schön und eine "Chance für die Jugend, die Schönheit des Glaubens zu entdecken". Aber eigentlich ist die aus der Deutschschweiz stammende Schwester auch nach Brig gekommen, um Übersetzungshilfe zu leisten, wenn die Kommunikation zwischen Westschweizern und Deutschweizern nicht ganz so klappt, wie man es möchte.

"Hier in Brig ist es anders"

Bruder Thierry aus dem Kloster Disentis hat eine Gruppe auf dieses Treffen vorbereitet. Hier in Brig sehe er, dass die Kirchen nicht leer sind und dass die Jugend durchaus empfänglich ist für die Botschaft der Kirche. "Hier sieht man, dass die Kirche nicht tot ist", sagte der Ordensmann.

Es mache Spass, so viele Leute zu treffen und über den Glauben zu sprechen, meinte Denise Bodenmann. Der Glaube ist für die 24-Jährige der zentrale Punkt des Treffens, und er verbinde die Teilnehmer. In der Schule werde zwar auch über den Glauben gesprochen, aber die Kameraden hätten ganz unterschiedliche Ansichten. "Hier in Brig ist es anders", so die junge Frau, die aus Lax im Goms angereist ist.

Jérémie aus Cotterg im Walliser Val der Bagne will sich auf das kommende Weltjugendtreffen im August in Madrid vorbereiten. Hier könne er bereits dieses Ereignis in kleinerem Format erleben. Es sei froh darüber, dass er Kontakt mit Deutschschweizern und Tessinern aufnehmen könne, sagt der junge Mann. Italienisch spreche er nicht, aber in Deutsch funktioniere es leidlich. Für ihn steht Jesus im Zentrum des Treffens.

Gabriel Bügler aus Arlesheim BL nahm letztes Jahr am katholischen Jugendtag in Gossau SG teil. In Brig erneuerte er diese Erfahrung. Das Jugendtreffen ist für den 17-Jährigen die Möglichkeit, sich einerseits über seinen Glauben auszutauschen und andererseits auch seine Fremdsprachenkenntnisse anzuwenden. Der Jugendtag vermittle ihm sehr viele Eindrücke, die es aber erst zu verarbeiten gelte.



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Presse

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