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360 junge Menschen am Deutschschweizer Weltjugendtag

Baldegg LU, 21.11.04 (Kipa) Rund 360 junge Menschen zwischen 16 und 30 Jahren aus der ganzen deutschsprachigen Schweiz haben am Samstag und Sonntag im luzernischen Baldegg am Weltjugendtag für die Deutschschweiz teilgenommen. Das Treffen in Anwesenheit auch des Schweizer Jugendbischofs Denis Theurillat stand unter dem Motto "Wir wollen Jesus sehen!" (Johannes- Evangelium, Kapitel 12, Vers 21). Es ging am Sonntagnachmittag mit einer Eucharistiefeier zu Ende.  

Seite 1984 lädt Papst Johannes Paul II. jährlich zu einem "Weltjugendtag", der dezentral in den Diözesen durchgeführt wird, wenn er nicht wie 2005 in Köln die teilnehmenden Jugendlichen in einer Weltstadt zusammenführt. 


Vom Rock'n'Roll zur Glaubenssehnsucht

Den Auftakt des Treffens bildeten am Samstag die Auftritte zweier Jugendbands: "Segublis" aus Olten und "Romacs" aus Chur. Für Stimmung sorgten dabei am späten Samstagnachmittag insbesondere die "Romacs", die mit ihren Blues- und Rock-Kompositionen als "aufstrebender Stern am Bündner 'Rock'n'Roll-Himmel" gelten. 

Nach Blues und Rock'n'Roll steuerte dann Weihbischof Denis Theurillat zur Stunde der Vigil in der Kirche erste Gedanken zum Motto des Treffens bei: "Diese tiefe Sehnsucht nach dem Sehen, dem Schauen Jesu sagt uns, dass unser Herz durch die Dimension des Glaubens bewohnt ist." Wer Jesus sehen wolle, der wisse, dass sein Herr und sein Erlöser da sei und dieser ihn nie verlassen werde: "Das ist eine wunderbare Erfahrung, die ein Leben prägen kann." 


"Steh auf!"

Der Schweizer Jugendbischof rief die jungen Menschen auf, diese Sehnsucht nach Jesus nicht nur als intellektuelle Neugierde zu leben, sondern als "inneres Bedürfnis, eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens zu finden". Je mehr der Mensch mit Gott verbunden sei, desto mehr sehe er ihn schon durch die Augen seines Herzens, durch die Augen seines Glaubens. Denis Theurillat: "Und so ist Jesus anwesend und er hilft uns in all unseren Situationen, wenn wir erfreut oder enttäuscht sind, wenn wir in Traurigkeit oder Glück sind, wenn wir Überraschungen erleben müssen." 

Schliesslich forderte der Jugendbischof die Jugendlichen auf, sich die Aufforderung von Papst Johannes Paul II. vom vergangenen Juni am nationalen Jugendtreffen in Bern zu Herzen zu nehmen: "Damit wir Jesus sehen können und immer mehr sehen, stehen wir auf! Denn wie ihr, bewahre ich in meinem Herzen das Motto von Bern, das mich geprägt hat. Steh auf! Bleiben wir nicht am Boden liegen!" 


Vier Katechesen

Im Anschluss an die Vigil nahmen am späten Samstagabend viele Jugendliche an der Anbetung teil; zahlreiche machten auch von den Beichtgelegenheiten Gebrauch. 

Am Sonntag stand nach dem Morgenlob zu früher Stunde Unterweisung in Glaubensfragen auf dem Programm. Die Veranstalter unterstrichen dazu: "Menschen mit einem guten Glaubensfundament geben ihre Erfahrung und ihr Wissen weiter, um andere im Glauben zu stärken. So wird seit dem Beginn der Kirche die Botschaft Jesu Christi von Generation zu Generation weiter getragen." Gehalten wurden die vier Katechesen von Weihbischof Thomas Maria Renz (Rottenburg-Stuttgart), Abt Berchtold Müller (Engelberg), Schwester Irène Gassmann (Priorin Kloster Fahr) sowie Abt Marian Eleganti (Uznach). 


Im Auftrag der Bischöfe veranstaltet

Der Weltjugendtag 2004 in Baldegg ist im Auftrag der Schweizer Bischofskonferenz von Jugendbischof Denis Theurillat und einem Team von jungen Erwachsenen organisiert worden. Aufgrund des katholischen Jugendtreffens Anfang Juni wurde die Deutschschweizer Feier des Weltjugendtages vom Palmsonntag auf das letzte Wochenende im Kirchenjahr verlegt. 

Dadurch sollte eine Brücke zwischen dem nationalen Jugendtreffen in Bern von Juni 2004 und dem Weltjugendtreffen in Köln im August 2005 gebildet werden: "Schweizer Jugendliche, macht euch auf den Weg!", hatte Papst Johannes Paul II. am 5. Juni in Bern die jungen Christen aufgefordert. Das Treffen in Baldegg verstand sich als Etappe auf diesem Weg. 

Das nächste Weltjugendtreffen für die Deutschschweiz wird 2006 stattfinden; der Ort der Veranstaltung bleibt noch zu bestimmen. 

(kipa/job)